Die Geographie – oder Erdkunde, wie das Fach früher hieß – begleitet die Schüler von der fünften bis hin zur letzten Klasse. In der fünften Klasse soll die Welt entdeckt und sich im Nahraum orientiert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Hamburg und seine Umgebung (der norddeutsche Raum). Die Schüler sollen ein „Gefühl“ für den Raum entwickeln, um diesen individuell betrachten zu können. Das ist gut so, denn nur wenn man einen Raum von den verschiedensten Seiten her betrachtet, kann man ihn verstehen.

In der siebten und achten Klasse findet dann ein Übergang von der räumlichen Orientierung Europas zur Betrachtung einzelner Großmächte statt. Hier rücken auch die wirtschaftlichen Aspekte der Geographie etwas stärker in den Vordergrund der Betrachtung. Ende der achten Klasse verlassen wir Europa und die Großmächte und wenden uns in Klasse zehn den sozioökonomischen und ökologischen Aspekte der geographischen Raumanalyse zu. Im Zenterum liegen hier die globalen wirtschaftlichen Verflechtungen mit Blick auf die Nachhaltigkeit, sowie die physische Geographie.

Was lernen wir nun in den vier bzw. sechs Jahren, die uns die Geographie während unserer Schullaufbahn begleitet? Kurz gesagt, wir lernen die Welt kennen. Keine Angst, man muss nicht alle Flüsse, Städte oder Gebirge auswendig lernen. Namen sind fast zweitrangig, denn wir beschäftigen uns vielmehr mit den Bedingungen, die ein Gebiet aufweist, seien sie z.B. klimatischer, wirtschaftlicher oder sozialer Art. Wir schauen uns Deutschland genauer an und erfahren z.B., warum wir ein so wechselhaftes Wetter haben, warum es Vulkane gibt und wie die Menschen in den unterschiedlichen Bereichen leben und wirtschaften.

In der Oberstufe warten die Kontinente Afrika, Nord- und Südamerika und natürlich Asien darauf, uns ihre Besonderheiten und ihre Vielschichtigkeit zeigen zu können. Man kann das Fach Geographie auch als Profilfach wählen. Ökologie, Stadtgeographie, Wirtschaft und Entwicklungsländer stehen dann auf dem Programm. Unterstützt wird dieses durch diverse Ausflüge.

Insgesamt begeben wir uns also auf eine spannende Reise, die in der fernen Vergangenheit beginnt und über die Gegenwart bis in die nahe Zukunft reicht. Wir bekommen ein Verständnis dafür, wie unsere Welt funktioniert – im Guten wie Schlechten.